Feldweg-Forscher-Tage 2018: Von der Hand in den Mund

Bildschirmfoto 2018-05-08 um 01.00.42Von Nur wenn man genug zu essen hat, kann man leben. Wenn es gerade so reicht, lebt man „von der Hand im Mund“. Wusstest du, dass man früher seinen  Kleingarten brauchte, um Leben zu können? Man ernährte sich von seinem eigenen Obst und Gemüse, weil man nicht viel Geld hatte. Bei manchen Menschen ist das auch heute noch so.

Und eigentlich waren die ersten „Schrebergärten“ Kinderbeete zur Freude von Kindern!!

Wir wollen in diesem Jahr unser eigenes Gemüse säen, pflanzen und ernten, um es dann mit „der Hand in den Mund“ zu stecken.  Hierzu nutzen wir das Hochbeet in unserem Lehr-/Vereinsgarten.

Uns erwartet jede Menge Spaß. Macht mit, auf den folgenden Seiten steht zu lesen, wie wir aus dem Hochbeet ein echtes Feldweg-Forscher-Beet machen – und für Eure Eltern ein paar Hintergrundinformationen.

Informationen für Eltern

Bildschirmfoto 2018-05-08 um 00.52.44Mit der Redewendung “Von der Hand in den Mund“ leben hat es eine ganz besondere Bewandtnis. Die grundsätzliche Aussage soll diesbezüglich lauten, in Armut zu leben, das “sauer verdiente Geld” umgehend wieder ausgeben zu müssen und keine Ersparnisse mehr zur Verfügung zu haben. Drei wichtige Worte sind es, die die Kernaussage dieser Redewendung bilden: Leben, Hand und Mund. Seit jeher weiß man, dass man nur dann leben bzw. existieren kann, wenn man sich regelmäßig mit Nahrungsmitteln versorgt bzw. versorgen kann. Also müssen es die individuell zur Verfügung stehenden Mittel zulassen, diese zu erwerben, um sie sich sodann “mit der Hand in den Mund” stecken zu können.

Vorläufer der heutigen Kleingärten waren die so genannten “Armengärten” des 19. Jahrhunderts. Durch diese sollten Bedürftige in die Lage versetzt werden, ihren Bedarf an Gartenfrüchten selbst zu decken, um diese dann „mit der Hand in den Mund“ zu stecken. Eine weitere Wurzel der Kleingartenbewegung geht auf die Ideen des Leipziger Arztes Dr. Schreber zurück. Hier standen die körperliche Ertüchtigung und die Heranziehung der Kinder an die Natur im Vordergrund, die Dr. Schreber aus volkspädagogischen Gründen gefordert hatte. Der Schuldirektor Dr. Hauschild griff die Idee zur Anlegung von Spielplätzen in der Großstadt von Schreber wieder auf. Er gründete einen Eltern- und Lehrerverein mit dem Namen „Schreberverein“.

In der weiteren Entwicklung gewann die gärtnerische Komponente, angeregt durch den Lehrer Karl Gesell, durch das Anlegen sogenannter „Kinderbeete“ und den sich daraus entwickelnden Familiengärten an Bedeutung.

Das diesjährige Feldweg-Forscher Projekt  „von der Hand in den Mund“ soll die ursprüngliche Idee der Selbstversorgung, sowie die der „Kinderbeete“, also den Ursprung unserer Kleingärten, aufgreifen. „Von der Hand in den Mund“ bedeutet hier auch praktisch das Heranziehen von eigenem Gemüse durch die Kinder / Jugendlichen (KiJu) unserer KGA auf dem Hochbeet in unserem Lehrgarten „von Hand“, um später die Ernte „in den Mund“ zu stecken.

Der Ablauf

Um möglichst alle Altersstufen unserer KiJu in der KGA zu erreichen, sind unterschiedliche Angebote / Aufgaben nötig. So sollen die KiJu bereits selbständig, bzw. die Jüngeren mit Unterstützung ihrer Eltern, zuhause ein Gemüse ihrer Wahl heranziehen. Wichtig ist hier eine Meldung an die „Zentrale“,  wer sich für welches Gemüse entschieden hat, allein um das spätere Auspflanzen planen zu können. Die „Zentrale“ könnten ein oder mehrere zuverlässige ältere KiJu bilden. Notfalls auch Eltern oder andere Erwachsene. Das Aussäen und Heranwachsen soll bildlich dokumentiert werden und ebenfalls an die „Zentrale“ gemeldet werden. Vorstellenswert wäre auch ein komplettes Dokumentieren des Projektes auf unserer Website. Bevor es dann zum gemeinsamen Bepflanzen des Hochbeetes kommt, müsste dieses vorbereitet werden (auflockern, auffüllen, etc. und Anlegen einer Regenwurm-Ansiedlung direkt im Hochbeet, um die Kompostierung genau dort zu haben wo der Humus gebraucht wird). Unter Anleitung eines Erwachsenen könnten hier die KiJu gemeinsam aktiv werden.  Danach erfolgt dann das gemeinsame Bepflanzen im Rahmen eines kleinen Events. Nun beginnt der schwierigste Teil: Das Pflegen (jäten von Unkraut) und Wässern des Hochbeetes. Die Koordination erfolgt wiederum über die „Zentrale“. Hierzu wird man jedoch nicht umhin kommen,  auch Erwachsene für den Notfall einzuplanen. Je nach Reife werden dann Gemüse und Früchte geerntet und „von der Hand in den Mund“ gesteckt.  Um das gemeinschaftliche und soziale Verhalten zu stärken, wird von Anbeginn auf personalisierte Beschilderungen etc. verzichtet.

Um dieses Projekt zu verwirklichen brauchen wir Unterstützung! Bitte meldet Euch und / oder Eure KiJu`s mit dem anliegenden Anmeldeformular an. Umso mehr mitmachen, desto eher kann das Projekt gelingen!

Anmeldeformular Feldweg Forscher Tage 2018

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